Wege aus der Wegwerfgesellschaft

Forum zum Thema „Ressourcenschutz und Müllvermeidung“

...erfolgreich mit rund 50 Teilnehmenden durchgeführt

Um es vorweg zu nehmen, es gibt Hoffnung. Auf unserem 1. Zukunftsforum des Jahres 2021 am 13. April wurden vor allem gute Beispiele besprochen, um zu zeigen, dass wir tatsächlich etwas gegen die Verpackungsmüllflut und für Kreislaufprinzipien und Ressourcenschutz tun können.
Für die Stadt Bad Berka, mit der wir das Forum als Kooperationspartner gestalteten, berichtete Bürgermeister Jahn z.B. über das Brunnenfest und die Anstrengungen zur Müllvermeidung. Auch der Tiefengrubener Obstmarkt findet mit dem gleichen Anspruch statt. Denn wer von uns kennt das Problem übervoller Papierkörbe, herumliegender Becher, Tüten und Assietten, das jetzt durch Corona noch einmal verstärkt wird, nicht?

„Wegwerfen – Nein Danke!“

Die Bäckerei Bergmann aus Frömmstedt beteiligt sich deshalb seit Ende vergangenen Jahres am Mehrwegsystem Faircup, um die CoffeeToGo-Einwegbecherflut einzudämmen. Das Verhältnis der verkauften ToGo-Becher in Mehrweg : Einweg beträgt jetzt bereits 73 : 23 (der Rest ergibt sich daraus, dass Menschen ihre eigenen, mitgebrachten Mehrwegbecher direkt befüllen lassen). Interessant: die Faircups werden in Thüringen produziert. Die Stadt Görlitz aus unserem Nachbarbundesland Sachsen wiederum zeigt, wie Mehrwegsysteme kommunal organisiert werden können. Das Stadtmarketing hat ein Mehrwegsystem für Takeaway-Essen angeschafft, an dem sich bereits 4 Gastronomiebetriebe beteiligen.

Das Repariercafé Jena berichtet, dass das gemeinsame Reparieren nicht nur Ressourcen schützt, sondern auch als Möglichkeit der Begegnung und der sozialen Kontakte hochgeschätzt wird – was Corona jetzt aber leider verhindert. Und die Trinkwasserinitiative a tip: tap stellte gute Beispiele öffentlicher Trinkwasserspender vor.

Das Ganze wurde flankiert vom Report des Umweltbundesamtes zum anstehenden Plastikverbot und zur 2023 kommenden Mehrwegangebotspflicht. Die Thüringer Aufbaubank berichtete über Fördermöglichkeiten (manchmal bis zu 100%!) und ermunterte die Anwesenden, sich um die Förderung von öffentlichen Trinkwasserbrunnen zu bewerben.

All die guten Beispiele wirken motivierend – das war schließlich auch das Feedback der Teilnehmenden (die übrigens nicht nur aus Thüringen kamen, sondern auch aus Sachsen und Sachsen-Anhalt).

Fachforen des NHZ

Flyer 1. Zukunftsforum 2021

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