Lernen, die Welt zu verändern

Forum zum Thema BNE

Unser 2. Zukunftsforum des Jahres 2021 fand am 08. Juli auf dem Rittergut Nickelsdorf statt – und es war das erste Zukunftsforum nach anderthalb Jahren, zu dem wir in Präsenz zusammenkommen konnten. Eines zeigte sich schnell: Der Bedarf in Kommunen, bei Vereinen und Lehrkräften, sich vis a vis zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auszutauschen und zu vernetzen, ist groß.

Wir starteten mit der Vorstellung des Ländliche Kerne e.V., dem Gastgeber auf dem Rittergut Nickelsdorf. Für den Verein sprach Ina John, die für BNE im ländlichen Raum die Metapher eines Schmetterlings verwendete. Es ist ein langer Weg von der Raupe, die schlüpft, sich vollfrisst, verpuppt und entwickelt, bis endlich ein Schmetterling schlüpft – doch das Ergebnis ist die Reise wert.
Kurzfilm (vimeo) zum TQS BNE 2019: Rittergut Nickelsdorf

Für die Regionale Aktionsgruppe (RAG) Saale-Holzland, mit der wir das Forum als Kooperationspartner gestalteten, berichtete Franziska Ta Van über das regionale Netzwerk, das bereits erfolgreich mit Schulen, Verwaltung und Unternehmen zusammenarbeitet.

Anschließend gab es neue Gedanken-Impulse von Ines Becker aus Dresden. Die Psychologin, die u.a. in der Fachberatung des Verbunds sozialpädagogischer Projekte e.V. tätig ist und für BNE in ihrem Verein verantwortlich zeichnet, bestand ausdrücklich darauf, nicht als Expertin, sondern als interessierte Teilnehmerin zu sprechen. Anhand praktischer Beispiele, Geschichten und eigener Erfahrungen ging es ihr im Kern um die Notwendigkeit, die Menschen zu verstehen und zu fragen, wie deren Selbstaktivierung gelingen kann. Ein Schlüssel dazu ist das unvorhereingenommene Sprechen miteinander. Wichtig ist, dass BNE auch bei den Menschen aus schwierigen, bildungsentfernten Verhältnissen ankommt. Denn schließlich sei die gesamte Gesellschaft zum Umdenken und transformatorischen Handeln aufgefordert.

„BNE leicht vermittelt“

Den zeitlich größten Raum nahmen die vier parallel stattfindenden Workshops ein. Hier fand ein inhaltlicher Austausch zu verschiedenen Themen statt. So sprachen Tobias Feitkenhauer von FREI DAY/ Schule im Aufbruch und Felix Schmigalle als Klimaschutzmanager des Ilm-Kreises mit den Teilnehmenden darüber, wie man „Gemeinsam BNE verankern“ kann. Thomas Pohler vom Heimatbund Thüringen und Frank Mittelstädt von den Naturfreunden Thüringen kamen mit den Gästen zum Thema „BNE leicht vermittelt“ ins Gespräch. Jonas Greif vom Tridelta Campus Hermsdorf und Thomas Winkelmann von der RAG Saale-Holzland tauschten sich mit ihrer Gruppe dazu aus, wo „Schule trifft Wirtschaft“ schon gut gelingt und wie es noch besser laufen könnte. Im vierten Workshop war Ann Marie Weber vom Kollektiv von Morgen e.V. Marburg digital zugeschaltet und arbeitete mit den Teilnehmenden ihres Workshops – und der Hilfe von Franziska Ta Van – zum Thema „Gemeinsam mehr erreichen“.

Das Finale des Forums bildete ein Fish Bowl. Maria Fronz vom Eine Welt Netzwerk Thüringen (EWNT) erklärte und moderierte dieses interaktive und partizipative Diskussionsformat. Während es eröffnend um Blitzlichter aus den Workshops ging, wurden schnell die kniffligen Themen ausgepackt: Wie gelingt die wichtige vertikale Vernetzung zwischen verschiedenen politischen Ebenen, Schulen und Zivilgesellschaft? Wo finden wir die richtigen Menschen, die lokal arbeiten und vor Ort an den Leuten dran sind? Wie machen wir BNE allgemein verständlich? Darf man BNE überhaupt sagen - oder schreckt die Wortkonstruktion eher ab? Was spricht dafür, was dagegen?

Das Ergebnis: hier gibt es nicht nur Arbeitsaufträge in alle möglichen Richtungen (auch an uns), sondern ebenso den Aufruf, dass das Zukunftsforum BNE nicht das letzte seiner Art (in diesem Jahr) sein sollte.

Gerahmt wurde das Ganze von Infoständen von goals connect, von der Wasserinitiative „a tip:tap“ und von uns selbst (Vorstellung des Thüringer Qualitätssiegels BNE).

Fachforen des NHZ
Flyer 2. Zukunftsforum 2021

Fotos © Martin Abramowski

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