städtische Klimaanpassung
Artenvielfalt in Trockenlebensräumen erforschen
Unsere Städte sind stark von dichter Bebauung geprägt. Während der Lebensraum für den Menschen wächst, finden Tiere und Pflanzen immer weniger Platz in den Städten, so auch in Erfurt.
„Innerstädtische Bahntrassen – vernetzte Lebensräume für Pflanze, Mensch und Tier“
Seit 2021 setzt sich das InBa-Vorhaben für die nachhaltige Verbindung und den Schutz von Trockenlebensräumen in Erfurt ein.
Ziel des Projektes ist es, bundesweit Erkenntnisse über das Potenzial von bislang wenig genutzten bahntrassenassoziierten Flächen zu gewinnen. Das Hauptvorhaben ist angesiedelt bei der Stadt Erfurt. Die Wissenschaftliche Begleitung erfolgt am Naturkundemuseum Erfurt sowie an der Fachhochschule Erfurt. Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem TMUENF und der Stadt Erfurt finanziert und ist bis 2029 angelegt.
Erfurt sucht Neuntöter, Schwalbenschwanz & Co.
Es braucht einen sogenannten Biotopverbund – ein Netz aus Lebensräumen – das es Tieren und Pflanzen erlaubt, sich in der Stadt frei zu entfalten. In unserem niederschlagsarmen Klima fühlen sich trockenheitsliebende Arten wohl. Im Hinblick auf eine voranschreitende Austrocknung der Stadt bietet die Förderung Erfurter Trockenlebensräume eine Chance der städtischen Klimaanpassung.
Seit Mai 2025 läuft ein vom BfN gefördertes Citizen Science Projekt. Das InBa-Team der FH Erfurt freut sich über eine tatkräftige Unterstützung:
Mithilfe verschiedener Meldeportale können die Bürger*innen an der Erforschung von Trockenlebensräumen im Stadtgebiet Erfurt teilhaben, indem sie typische Tier- und Pflanzenarten dokumentieren. Generell können alle Menschen, die in Erfurt unterwegs sind, die Arten melden.
So werden wichtige Kennarten erfasst und weitere mögliche Standorte entdeckt, die in das Biotopverbundnetz aufgenommen werden können. 48 Arten sind für die Entdeckung neuer Trockenhabitate relevant. Neben Neuntöter und Schwalbenschwanz sind auch Zauneidechse, Rotmilan und Karthäuser-Nelke dabei.
Die Daten werden ab sofort bis einschließlich 31. Mai 2029 gesammelt und ausgewertet.
Weitere Infos: